Baden im Selbstmitleid – Persönliches aus der Pandemie

Blog Pandemie persönliche Geschichte

Wie schnell geht es, dass wir die Welt verantwortlich machen. Wie bequem ist es manchmal, sich in Selbstmitleid zu baden. Gedanken aus der Zeit der Pandemie.

30 Monate lang sind wir entkommen – und dann – ausgerechnet – jetzt???

Zum Geburtstag unserer Tochter? Es hat uns dann also doch eingeholt. Willkommen Corona – willkommen Quarantäne.

Warum jetzt? Wären wir nicht wie immer mit dem Fahrrad gefahren, wäre das Gewitter nicht gekommen, hätten wir nicht die eine positive Freundin im Leih-Auto mitgenommen…
Dann wären wir jetzt nicht… Dann tät es jetzt nicht so weh… Dann könnten wir jetzt…

Das Gedankenspiel, das Selbstmitleid, das kennst du auch?
Hat es dich jemals weitergebracht? Nein?
Solltest du es dir deshalb verbieten?
Jein!
Es kann, es ist ok und es darf.

Aber! Es muss nicht sein!

Denn es ist deine Entscheidung, wie du die Dinge sehen willst.
Denn es ist deine Entscheidung, mit welcher Haltung du die Dinge annimmst.
Je mehr Energie du dem Negativen schenkst, desto größer wird dessen Macht über dich.

Unsere Quarantäne (statt Urlaub) geht nun (mit bombenfittem Kind) seit fast einer Woche. Und ja – Selbstmitleid kam auch auf.

Und dann? Besannen wir uns auf die Großartigen Dinge. Und die Dankbarkeit:
Das Zeitgeschenk für uns mit unserer Tochter. Jeden Tag neue Wortkreationen zu bewundern, blühende Phantasie zu erleben und bei sich selbst wieder entdecken. Unsere gemütliche Wohnung. Ein Kühlschrank gefüllt mit leckeren Sachen. Die wunderschönsten Pfingsrosen, die ich je bekommen habe, von der allerbesten Nachbarin.
Dass es uns täglich besser geht. Die wunderschönen Pflanzen auf unserem großen Balkon. Familienzeit. Auszeit dahoam. Urlaub auf Balkonien.

Fast alles ist eine Frage der Sichtweise. Alles ist eine Frage unserer Haltung.
Davon bin ich überzeugt. Das lehre ich. Denn ich lebe es. Rückschläge inklusive. 😊